Technische Risiken: Wie Unternehmen sich schützen können
Unternehmen setzen zunehmend auf präzise Elektronik, digitale Steuerungen und automatisierte Produktionsanlagen. Diese Technologien steigern die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, erhöhen jedoch zugleich die Abhängigkeit von der zuverlässigen Funktion technischer Systeme. Kommt es zu einem Defekt oder einer Störung, können Produktionsprozesse erheblich beeinträchtigt werden. Mögliche Folgen technischer Risiken sind Betriebsunterbrechungen und daraus resultierende wirtschaftliche Schäden.
Moderne Produktionsprozesse sind stark technologiegetrieben. Je höher der Grad der Automatisierung und Digitalisierung, desto größer ist auch die Bedeutung eines effektiven Risikomanagements. Denn technische Störungen oder Schäden an Anlagen können nicht nur Reparaturkosten verursachen, sondern auch zu kostspieligen Produktionsausfällen führen.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Technische Versicherungen zunehmend an Bedeutung. Sie sind darauf ausgerichtet, Schäden an technischen Anlagen und Einrichtungen abzusichern und Unternehmen vor den finanziellen Folgen solcher Ereignisse zu schützen.
Was sind typische technische Risiken?
Zu den typischen technischen Risiken zählen Sachschäden an technischen Anlagen und Einrichtungen, durch die die versicherten Sachen beschädigt oder zerstört werden können.
Versichert werden beispielsweise:
- Stationäre und fahrbare Maschinen
- Elektronische Anlagen und Geräte
- Bau- und Montageleistungen im Rahmen von Bau- und Montageprojekten
Technische Versicherungen sind in der Regel als Allgefahren-Versicherungen ausgestaltet. Das bedeutet, dass grundsätzlich alle plötzlich und unvorhergesehen eintretenden Schäden versichert sind, sofern sie nicht ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen wurden.
Schäden können dabei aus unterschiedlichen Ursachen entstehen. Dazu zählen insbesondere:
- Innere Betriebsschäden, etwa durch Material- oder Konstruktionsfehler, das Versagen von Bauteilen oder elektrische Störungen
- Bedienungs- und Handhabungsfehler durch menschliches Versagen
- Äußere Einwirkungen, beispielsweise durch Fremdkörper, Wasser, Sturm oder andere unvorhersehbare Ereignisse
Je komplexer die technische Ausstattung eines Unternehmens ist, desto empfindlicher reagieren dessen Anlagen auf Einwirkungen von außen.
Was sind die häufigsten Ursachen?
In der Praxis entstehen Schäden an technischen Anlagen meist während des laufenden Betriebs. Typische Ursachen sind Bedienungsfehler, Material- oder Konstruktionsfehler sowie mechanische oder elektrische Einwirkungen auf die Anlagen.
Darüber hinaus können innere Betriebsschäden auftreten, die beispielsweise durch Materialermüdung, Verschleiß, mangelhafte Schmierung oder das Versagen von Bauteilen verursacht werden. Auch elektrische Ursachen wie Kurzschluss, Überspannung, Induktion oder Isolationsfehler gehören zu den häufigen Schadenursachen bei technischen Anlagen.
Mit zunehmender Digitalisierung gewinnen zudem Störungen in elektronischen Steuerungs- und Automatisierungssystemen an Bedeutung. Fehler in der Software oder in Programmierungen können dazu führen, dass Anlagen nicht ordnungsgemäß arbeiten oder sogar vollständig ausfallen.
Neben technischen Ursachen spielt auch der menschliche Faktor eine wichtige Rolle. So können Bedienungsfehler, Fehlbedienungen von Steuerungssystemen, unzureichende Schulungen oder Missverständnisse bei Arbeitsanweisungen ebenfalls zu Schäden an Maschinen und technischen Einrichtungen führen.
Mögliche Folgen: von Reparaturkosten bis zu Lieferverzögerungen
Schäden an technischen Anlagen können Maschinenstillstände und Produktionsunterbrechungen verursachen. Neben Reparatur- oder Ersatzkosten können dadurch auch erhebliche Folgekosten entstehen.
Ersatzteilengpässe verzögern zudem häufig die Wiederinbetriebnahme der Anlagen. Zusätzlich können Folgeschäden an anderen Maschinen oder Anlagen auftreten. Auch Lieferverzögerungen sind eine typische Konsequenz. Sie können sich negativ auf Kundenbeziehungen und die Reputation eines Unternehmens auswirken.
Diese Risiken verdeutlichen die Bedeutung eines strukturierten Risikomanagements, das technische Gefahren frühzeitig erkennt und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung ermöglicht.
Die richtige Absicherung technischer Risiken
Im Rahmen von Risikoanalysen können Unternehmen zunächst ermitteln, welche technischen Risiken für ihre Anlagen und Prozesse relevant sind. Darauf aufbauend lassen sich geeignete Absicherungskonzepte entwickeln.
Typische Versicherungsbausteine sind beispielsweise:
- Maschinen-Versicherung
- Elektronik-Versicherung
- Bauleistungs-Versicherung
- Montage-Versicherung
Ergänzend kann – je nach Risikosituation – eine Betriebsunterbrechungs-Versicherung sinnvoll sein.
Unsere Expertinnen und Experten bei Funk beraten Sie gerne zu diesen Versicherungen und unterstützen Sie dabei, finanzielle Folgen technischer Schäden zu begrenzen und die Kontinuität Ihrer Betriebsabläufe zu sichern.
Technische Versicherungen
Funk unterstützt Unternehmen mit technischen Versicherungen und ingenieurtechnischem Risikomanagement bei der zuverlässigen Absicherung ihrer Anlagen und Prozesse.
Mehr erfahrenPrävention und Ingenieur-Dienstleistungen
Um technischen Risiken vorzubeugen und die Sicherheit in Unternehmen zu gewährleisten, sind eine lückenlose Dokumentation sowie regelmäßige Inspektionen und Wartungen unerlässlich. Technische Sicherheitskonzepte bieten strukturierte Ansätze, um Risiken zu identifizieren und zu minimieren. Sie helfen dabei, Sicherheitsstandards zu etablieren und zu überprüfen.
Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure begleiten Unternehmen bei der Risikoidentifikation, der versicherungstechnischen Bewertung sowie in Schadenfällen. Die Unterstützung reicht von der technischen Analyse über die Besichtigung vor Ort bis hin zur Begleitung komplexer Großschäden.
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