Die Zukunft der bAV

Seit den 90er Jahren sinkt der Höchstrechnungszins für klassische Altersvorsorgeprodukte. Welche Folgen hat das für die betriebliche Altersvorsorge?

Kein Vorsorgeprodukt ist so beliebt wie die betriebliche Altersvorsorge (bAV): 46 Prozent der Arbeitnehmer ziehen die Betriebsrente anderen Möglichkeiten wie der privaten Lebensversicherung oder der Riester-Rente vor. Das zeigt eine aktuelle Studie

Die Kehrseite der Medaille: Die fallenden Zinsen hinterlassen ihre Spuren; und zwar sowohl bei versicherungsförmigen als auch bei nicht versicherungsförmigen Durchführungswegen.

Mit einer Direktzusage verpflichten sich Unternehmen, ihren Mitarbeitern im Ruhestand die Betriebsrente auszuzahlen. Der Arbeitnehmer hat dabei gegenüber seinem Arbeitgeber einen unmittelbaren Anspruch auf die Leistung. Um diesen erfüllen zu können, bildet das Unternehmen Rückstellungen in der Bilanz. Mit sinkendem Zinssatz müssen Betriebe allerdings immer höhere Rückstellungen in ihren Handelsbilanzen für die Betriebsrentner ausweisen. Insbesondere für mittelständische Unternehmen sind diese Summen eine Herausforderung.

Der Niedrigzins macht auch bei versicherungsförmigen Durchführungswegen nicht halt. Für Versicherer gilt hier der gesetzlich vorgegebene Höchstrechnungszins. Er soll gewährleisten, dass sie ihren langfristigen Verpflichtungen auch nachkommen können. In den letzten Jahren musste er für klassische Lebens- und Rentenversicherungen immer wieder abgesenkt werden: Zum 1. Januar wird er nun auf historisch niedrige 0,9 Prozent reduziert. Die Rendite der betrieblichen Altersvorsorge leidet weiter.

 

Funk Vorsorgeberatung-Geschäftsführer Rainald Meyer erläutert zur weiteren Entwicklung der bAV: „Das traditionelle bAV-Produkt, die konventionelle Rentenversicherung, ist zwar im Niedrigzinsumfeld für Neuabschlüsse nicht mehr die erste Wahl, die Versicherer haben aber neue Produkte auf Basis einer Beitragsgarantie entwickelt. Mit ihnen lassen sich Marktchancen unter Absicherung des Beitragserhalts nutzen.“ Meyer rät Unternehmen angesichts der Zinssituation, ihre bestehenden Versorgungswerke zu überprüfen und die betriebliche Altersversorgung durch moderne Konzepte und Produkte zu ergänzen.  

Die vielen verschiedenen Ansätze und die unterschiedliche Rendite-Gestaltung der neuen Produkte erschweren die richtige Auswahl. Die Beratung durch Versicherungs- und Kapitalmarktspezialisten ist bei der Entscheidung für ein Produkt daher wesentlich. 

 

06.12.2016


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