Versicherungskosten datenbasiert optimieren: mit der TCI-Analyse
Versicherungsschutz ist ein zentraler Bestandteil der Risikofinanzierung. Dabei gilt es abzuwägen, welche Risiken sinnvoll auf Versicherer übertragen und welche wirtschaftlich besser selbst getragen werden. Eine datenbasierte Total-Cost-of-Insurance-Analyse zeigt, welche Kombination aus Risikotransfer und Eigentragung zur individuellen Risikosituation passt.
Versicherungen sind ein wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen Risikomanagements. Insbesondere seltene, existenzbedrohende Großschäden sollten so abgesichert sein, dass sie die finanzielle Stabilität des Unternehmens nicht gefährden. Bei häufiger auftretenden und in ihrer Höhe begrenzten Schäden stellt sich jedoch eine andere Frage: Ist es tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll, die vollständige Übertragung des Risikos auf einen Versicherer zu wählen, oder kann es für ein Unternehmen sinnvoller sein, einen höheren Anteil selbst zu tragen?
In der Praxis werden Selbstbehalte und Deckungsstrukturen häufig über viele Jahre hinweg fortgeschrieben. Dadurch orientieren sie sich nicht immer konsequent an der aktuellen Schadenhistorie und Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Gleichzeitig verändert sich das Verhältnis zwischen Versicherungsprämie, Selbstbehalt und möglicher Schadenbelastung. Genau hier setzt die Betrachtung der Total Cost of Insurance (TCI) an.
Total Cost of Insurance
Optimieren Sie Ihre Risikokosten ganzheitlich. Funk analysiert Ihre Versicherungslösungen, identifiziert Einsparpotenziale und ermittelt, welche Selbstbeteiligungen wirtschaftlich zu Ihrem Unternehmen passen.
Mehr erfahrenGesamtkosten im Blick
Eine isolierte Betrachtung der Versicherungsprämie greift zu kurz. Ausschlaggebend sind vielmehr die Gesamtkosten, die durch die gewählte Risikofinanzierungsstrategie entstehen. Neben den Kosten für den eigentlichen Risikotransfer sind deshalb unter anderem auch die zu erwartenden Kosten der Eigentragung, die damit verbundenen Kapitalkosten sowie die Aufwendungen für die Schadenadministration zu berücksichtigen.
Erst die gemeinsame Betrachtung all dieser Komponenten ermöglicht einen betriebswirtschaftlichen Vergleich unterschiedlicher Versicherungs- und Selbstbehaltsmodelle. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Kombination aus Versicherungsschutz und Selbstbehalt führt für das Unternehmen zu einer wirtschaftlich sinnvollen Gesamtlösung?
Schadenhistorie schafft die Grundlage
Für eine belastbare Antwort ist die unternehmenseigene Schadenhistorie besonders wertvoll. Sie zeigt, welche Schäden in der Vergangenheit tatsächlich eingetreten sind, wie häufig bestimmte Schadenhöhen auftreten und welche Belastungen daraus entstanden sind.
Auf dieser Basis können Schadenverläufe modelliert und unterschiedliche Selbstbehaltsvarianten simuliert werden. So lässt sich beispielsweise untersuchen, welche Auswirkungen eine Veränderung des Selbstbehalts auf die erwartete Schadenbelastung und auf die Risikotransferkosten hätte. Unternehmen erhalten dadurch Transparenz über die finanziellen Wechselwirkungen ihrer Versicherungsstruktur. Anstatt Selbstbehalte ausschließlich auf Grundlage von Marktangeboten oder Erfahrungswerten festzulegen, können verschiedene Szenarien quantitativ miteinander verglichen werden.
Von der Analyse zur Entscheidung
Für solche Modellierungen setzt Funk auf versicherungstechnisches Know-how und spezialisierte Analyseinstrumente. Mithilfe der auch bei großen deutschen Inhouse-Brokern und Versicherern eingesetzten Aktuarsoftware Riskeeper können Schadenverläufe analysiert und unterschiedliche Selbstbehalts- und Risikotransferszenarien simuliert werden. Hierbei werden verschiedene Handlungsoptionen transparent gemacht.
Eine Analyse kann beispielsweise zeigen,
wie sich verschiedene Selbstbehaltshöhen auf die Gesamtrisikokosten auswirken,
welche Schadenbelastung das Unternehmen bei den jeweiligen Varianten selbst übernehmen würde,
wie sich Risikotransfer und Eigentragung zueinander verhalten,
welche Lösung zur individuellen Risikotragfähigkeit des Unternehmens passt und
welche finanziellen Auswirkungen unterschiedliche Strategien haben können.
Das Ergebnis liefert Unternehmen eine konkrete Entscheidungsvorlage, mit der sich unterschiedliche Risikotransferstrategien bewerten und der Geschäftsleitung gegenüber nachvollziehbar darstellen lassen.
Webinar: Versicherungskosten optimieren
Im Webinar zeigen wir Ihnen live, wie Unternehmen ihre Schadenhistorie zur Risikofinanzierung nutzen können. Den Schwerpunkt bilden Prämien, Eigentragung und mögliche Schadenbelastungen sowie die Entwicklung einer passenden Versicherungsstruktur.
Termine
23. September, 11:00 – 12:00 Uhr
28. September, 09:00 – 10:00 Uhr
Sattelfest für das Renewal
Gerade im Vorfeld des Renewals schafft eine datenbasierte Analyse eine fundierte Ausgangsbasis für die Bewertung der angebotenen Konditionen. Auf Grundlage der Schadenhistorie und modellierter Selbstbehaltsvarianten kann das Unternehmen die finanziellen Auswirkungen unterschiedlicher Formen der Eigentragung besser einschätzen und die Angebote der Versicherer entsprechend einordnen.
Welche Lösung wirtschaftlich sinnvoll ist, ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen die konkreten Prämien- und Deckungsangebote der Versicherer, die erwartete Schadenbelastung bei unterschiedlichen Selbstbehalten und die individuelle Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Ziel ist es, diese Faktoren gemeinsam zu betrachten und in ein für das Unternehmen wirtschaftlich optimales Verhältnis zu bringen.
Fazit: TCI als Teil einer aktiven Risikofinanzierungsstrategie
Die Optimierung der Total Cost of Insurance ist daher keine einmalige Sparmaßnahme. Sie ist vielmehr Bestandteil einer aktiven Risikofinanzierungsstrategie. Schließlich verändern sich Schadenverläufe, Unternehmen entwickeln sich weiter und auch die Bedingungen auf den Versicherungsmärkten bleiben nicht konstant. Selbstbehalts- und Deckungsstrukturen sollten daher regelmäßig daraufhin überprüft werden, ob sie noch zur aktuellen Risikosituation passen.
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