Inflationsausgleich: So kann die betriebliche Krankenversicherung unterstützen

Die hohe Inflation veranlasst Gewerkschaften, deutliche Gehaltserhöhungen zu fordern. Als Inflationsausgleich können Unternehmen jedoch auf eine bessere Lösung zurückgreifen, die gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeitenden fördert: die betriebliche Krankenversicherung, kurz bKV.

Die noch immer andauernde Pandemie und der Krieg in der Ukraine stellen die Menschen in Deutschland vor Herausforderungen – physisch, psychisch und nicht zuletzt finanziell. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass die Inflationsrate sich im August um 7,9 Prozent erhöht hat, hauptsächlich getrieben durch die steigenden Kosten für Energieprodukte und Nahrungsmittel. Die Gewerkschaften IG Metall und ver.di reagierten darauf wiederum mit Forderungen nach Gehaltserhöhungen von 8,0 bzw. 9,5 Prozent. Doch auch Unternehmen haben derzeit mit den erhöhten Energiepreisen sowie unterbrochenen Lieferketten zu kämpfen. Christian Till, Bereichsleiter Vorsorge Sales, stellt infrage, inwieweit die Forderungen der Gewerkschaften in der angespannten wirtschaftlichen Lage realistisch und umsetzbar sind. Dies bleibt also abzuwarten.

bKV: effizienter als eine Brutto-Gehaltserhöhung

Für die meisten Arbeitnehmenden in Deutschland werden die aktuellen Preissteigerungen zu einem Reallohnverlust führen. Christian Till: „Die betriebliche Krankenversicherung könnte hier sowohl für Arbeitnehmende als auch für Arbeitgeber eine passende Maßnahme sein, um die finanzielle Situation zu entspannen. In Form eines Gesundheitsbudgets von beispielsweise 900 Euro würden alltäglich anfallende Gesundheitskosten nicht mehr den privaten Haushalt belasten.“ Um den Mitarbeitenden eine äquivalente Entlastung über eine Bruttogehaltserhöhung zu verschaffen, müsste der Arbeitgeber ein Vielfaches mehr aufwenden. Dies wird anhand eines vereinfachten Beispiels deutlich:

BeispielArbeitgebersichtMitarbeitendensicht
Kosten für Gehalt / bKV-BeiträgeGehaltserhöhungbKV-Einführung (Gesundheitsbudget von 300 bis 1500 €)
Ausgaben p.a.Nettomehrwert p.a.Nettomehrwert p.a.
112,00 € x 12 Monate = 144,00 €ca. 77 €300,00 €
221,00 € x 12 Monate = 252,00 €ca. 135 €600,00 €
329,00 € x 12 Monate = 348,00 €ca. 185 €900,00 €
436,00 € x 12 Monate = 432,00 €ca. 230 €1200,00 €
543,00 € x 12 Monate = 516,00 €ca. 274 €1500,00 €
*Berechnungsgrundlagen: Jahr 2022, StKl. 1, GKV ja, KiSt. ja, Kinder nein, Freibeträge nein. Jahresbruttogehalt 36.000,00 €, wohnhaft in Berlin, Alter 40 Jahre.

Die bKV kann in angespannten wirtschaftlichen Zeiten demnach als Alternative oder Ergänzung zur Gehaltserhöhung – und somit als Inflationsausgleich – fungieren. Die Höhe des Gesundheitsbudgets kann dabei im Rahmen der Konzeptionierung an die unternehmensspezifische Situation angepasst werden. Christian Till skizziert, dass die Beiträge des Arbeitgebers als Sachbezug gemäß § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG eingestuft werden und somit bis zur monatlichen Freigrenze von 50,00 Euro pro Mitarbeiterin oder Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei sind.

Darüber hinaus ergeben sich weitere praxisrelevante Versteuerungsmöglichkeiten:

  • Versteuerung durch Pauschalierung gemäß § 40 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG
  • Versteuerung durch Pauschalierung gemäß § 37b EStG
  • Nettolohnbesteuerung

Unternehmen erhalten durch die bKV also die Möglichkeit, der Belegschaft finanzielle Entlastung bei gleichzeitiger Förderung und Erhaltung der Gesundheit zu bieten.

Mehr als Inflationsausgleich: psychische Probleme im Fokus

Christian Till fasst zusammen: „Neben den viel thematisierten finanziellen Hürden, die auf alle Menschen in Deutschland zukommen, ist aufgrund der gegenwärtigen Weltlage auch die psychische Belastung vieler Arbeitnehmender höher denn je. Der Anstieg von Arbeitsunfähigkeitstagen, die auf psychische Probleme zurückführen, nimmt sukzessiv zu. Auch diesem Trend nimmt sich die bKV an.“ Je nach Konzeption enthält das Gesundheitsbudget neben den offensichtlichen finanziellen Vorzügen auch eine Reihe von innovativen Service-Leistungen, die sich diesen aktuellen strukturellen Problemen der Gesellschaft widmen. Unternehmen, die bereits Benefits in diesem Bereich implementiert haben, bietet sich so weiteres Einsparpotenzial.

Die drei Vorteile der bKV

Physical Wellbeing++Mental WellbeingFinancial WellbeingVersicherungsleistungen als GrundgerüstAssistance-LeistungenFinanzelle Entlastungdurch hohenNettomehrwert



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19.09.2022

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