Funk SMART BU-CHECK schafft Klarheit

In einer Welt der vernetzten Lieferketten können Betriebsunterbrechungen erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Das Management sollte daher den Worst Case kennen und mit einer Betriebsunterbrechungs-Versicherung bedarfsgerecht absichern. Eine Verhärtung des Marktes für entsprechende Versicherungen schafft zusätzliche Herausforderungen.

Die schlechten Schadenquoten der letzten Jahre setzen die Sachversicherer unter Zugzwang. Infolgedessen lassen sich in der Sachversicherung eine allgemeine Verhärtung des Marktes mit leicht erhöhten Prämien beobachten. Doch gerade nach einem Schadenfall und/oder in bestimmten Branchen, wie z. B. Chemie oder Fleischwarenindustrie, gab es auch Prämienerhöhungen, die deutlich darüber lagen. In Einzelfällen wurde das Zwei- bis Dreifache der bestehenden Prämie gefordert; vereinzelnd wollten die Versicherer sogar den Versicherungsschutz  ganz aufgekündigt. Dr. Alexander Skorna, Leiter Business Development bei Funk, sagt dazu: „Problematisch für Versicherungsnehmer ist darüber hinaus eine verstärkte Absenkung der Limite für Rück- und Wechselwirkungen sowie Kapazitäten je Einzelrisiko durch Versicherer, so dass der Versicherungsschutz vereinzelt nicht nur teurer, sondern auch vom Umfang geringer ausfällt.“

Beispiel für komplexe Materialströme in der Wertschöpfungskette

 

Unser Lösungsansatz

  • Die Betriebsunterbrechungsanalyse identifiziert „kritische Pfade“ entlang der Lieferketten des betrachteten Unternehmens
  • Dazu werden im Rahmen der Analyse ermittelt: 
    • kritische Produkte
    • kritische Standorte und Produktionsengpässe sowie 
    • kritische Zulieferer 
    • kritische Abnehmer
  • Für „kritische Pfade“ werden gemeinsam  mit dem Unternehmen Ansätze zur Reduktion von Abhängigkeiten und Risiken erarbeitet

 

Der Versicherer Allianz/AGCS kommt im Ende 2018 veröffentlichten Feuer-Schaden-Bericht zu dem Ergebnis, dass zur angespannten Marktsituation eine Verschiebung hin zu größeren Ertragsausfällen stattfindet. Die Kosten von Betriebsunterbrechungen tragen maßgeblich zur Höhe des Gesamtschadens bei, so das Ergebnis einer Analyse von Schadenhistorien über fünf Jahre hinweg. Im Durchschnitt beläuft sich der BU-Schaden laut AGCS im Rahmen einer Sachversicherung auf über 3 Mio. EUR. Das sind rund 39 Prozent mehr als der durchschnittliche direkte Sachschaden – dieser liegt bei 2,2 Mio. EUR. Schäden durch Feuer oder Explosion verursachten rund ein Viertel aller Schäden und sind damit der größte Schadentreiber. Insgesamt werden fast 90 Prozent der Schäden in der Industrieversicherung durch menschliches oder technisches Versagen verursacht. 

Funk-Experte Dr. Skorna macht im Wesentlichen drei branchenübergreifende Entwicklungen fest, welche das Ausfallrisiko laut AGCS in besonderem Maße erhöhen:

  • Global integrierte Lieferketten mit geringen Pufferbeständen und Redundanzen 
  • Konzentration von Know-how und einzelnen Arbeitsschritten auf wenige Schlüsselwerke, ohne Verbesserungen beim Brandschutz oder Krisenmanagement
  • Steigende Abhängigkeit von IT-Infrastrukturen, welche permanent verschiedensten Formen von Attacken ausgesetzt sind

Dies spiegelt sich auch im aktuellen Allianz Risk Barometer 2019 wider: Das Risiko einer Betriebsunterbrechung ist 2019 wie in den Vorjahren auf Platz eins der Rangliste, dicht gefolgt von Cyber-Vorfällen und Naturkatastrophen.

 

Funk SMART BU-CHECK für mehr Transparenz bei Lieferketten-Risiken

Während Unternehmen ihre Sachwerte für Gebäude, Maschinen, Anlagen sowie Vorräte meist im Griff haben, ist die Lokalisierung von Roherträgen auf Standort- oder Komplex-Ebene oft schwierig. Aufgrund der heutigen vernetzten Wertschöpfung, ist auch die Bestimmung der internen bzw. externen Abhängigkeiten wichtig. „Nur so kann der Versicherungsumfang effizient ausgestaltet werden“, sagt Fabian Konopka, Berater für BU- und Business-Continuity-Management bei Funk Risk Consulting. Funk Risk Consulting analysiert gemeinsam mit dem Unternehmen seine Wertschöpfungsprozesse. In einem qualifizierten Risikodialog wird szenariobasiert der finanziell wahrscheinliche Höchstschaden durch den Ausfall kritischer Zulieferer, Produktionsstandorte und Engpassanlagen sowie von kritischen Abnehmern ermittelt. „Wir schauen uns die Fertigungsanlagen vor Ort an, führen Risikodialoge durch und analysieren auf dieser Basis Abhängigkeiten und Risiken“, meint Fabian Konopka. 

Unternehmen gewinnen damit Klarheit über den Worst Case. Dr. Skorna sagt dazu: „Entscheidender Nebeneffekt ist zudem die Unterstützung der Vermarktungsfähigkeit des Sach-/BU-Risikos. In einem harten Markt für Sachversicherungen ist Transparenz über das tatsächliche Risiko ein großer Mehrwert für die Findung eines geeigneten Risikoträgers und attraktiven Prämienniveaus. In einigen Fällen können Versicherungssummen auch reduziert werden, weil Unternehmen mitunter aufgrund ihrer Expansion gezielt redundanter aufgestellt sind. Zudem beobachten wir verstärkt den Trend, dass Versicherer erst nach Abschluss einer BU-Analyse den Versicherungsumfang – z. B. höhere Limite/ Versicherungs-Summen – ausweiten.“ 

 

27.02.2019


Ihre Ansprechpartner

Dr. Alexander Skorna
+49 40 35914-0
E-Mail-Kontakt
Fabian Konopka
+49 40 35914-0
E-Mail-Kontakt

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