Notfall- und Krisenplanung in der Coronapandemie

In Notsituationen zeigt sich, ob Unternehmen für den Ernstfall gut aufgestellt sind. Unser Stimmungsbild analysiert Maßnahmen, die während der Coronapandemie erfolgt sind, und gibt Tipps, wie auch künftig Krisenmanagement gelingt.

Die Coronapandemie stellt viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Unter Hochdruck wurden Hygienekonzepte sowie weitere Maßnahmen definiert und umgesetzt, um die Krise zu meistern. Wie bewerten Unternehmen rückblickend ihre getroffenen Maßnahmen? Diese Frage klärt unsere Retrospektive. Im Rahmen einer dreimonatigen, interaktiven Webinarreihe wurden Unternehmen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern befragt. Insgesamt haben 164 Teilnehmende aus mehr als 14 Branchen mitgewirkt. 70 % sind Teil der ersten und zweiten Management-Ebene.

Wahrnehmung der Krise

Im Rahmen der Umfrage ist ein Ergebnis besonders aufgefallen: Die Wahrnehmung der Krise bzw. ihrer Folgen hat sich im zeitlichen Verlauf der Pandemie stark gewandelt. So gab zu Beginn der zweiten Coronawelle die Mehrheit der Teilnehmenden an, dem Pandemieende bezüglich ihres privaten Umfelds zuversichtlich entgegenzublicken. Im Verlauf des Novembers hingegen war die Mehrheit in großer Sorge. Auf der Unternehmensebene besserte sich die Stimmung im Pandemieverlauf jedoch stetig. Nur wenige gaben in den ersten Wochen eine optimistische Einstellung bezüglich der Pandemie im Unternehmen an. Im Endergebnis fühlten sich dann aber fast 70 % aller Teilnehmenden nicht so hart getroffen wie befürchtet. Dies spricht für den Mehrwert und die kontinuierliche Entwicklung einer proaktiven Krisen- und NotfallplanungHierbei spielen Notfall- und Pandemiepläne eine wesentliche Rolle. Diese mussten jedoch in fast 60 % der Unternehmen kurzfristig aufgebaut werden.

 

Konnte auf einen Pandemieplan zurückgegriffen werden? (Mehrfachantworten möglich)

Notfallpläne im Fokus

Insbesondere in Bezug auf die Absicherung der Supply Chain lag das Wissen über die nötigen Schritte nur implizit bei einzelnen Mitarbeitenden (Expertenwissen) und nicht schriftlich, etwa in Form von Checklisten oder Handlungsanweisungen, vor. Knapp 40 % der Befragten gaben sogar an, dass vor der Pandemie kein Bedarf für eine Notfallplanung zur Absicherung von Schlüsselzulieferern gesehen wurde. Die folgenden Punkte zeigen die subjektive und z. T. volatile Risikoeinschätzung der befragten Unternehmen auf.

 

Existieren Pläne, wie auf den Ausfall von Schlüsselzulieferern zu reagieren ist? (Mehrfachantworten möglich)

„Das Bauchgefühl zur Beurteilung von Risiken reicht nicht aus – dafür sind die Welt und Struktur vieler Unternehmen zu komplex. Menschen über- und unterschätzen Risiken systematisch.“

Benedikt T. Brahm, Consultant der Funk Risk Consulting

Gut gewappnet in die Zukunft

Da viele Notfallpläne ad-hoc aufgestellt wurden, hat das Funk-Expertenteam deren Inhalte punktuell bei Unternehmen erfragt. Die Ergebnisse fasst Fabian Konopka, Consultant bei Funk Risk Consulting, zusammen: „Wir sind sehr froh darüber, dass die Mehrheit unserer Kunden nicht so stark betroffen und bislang relativ gut durch die Krise gekommen ist. Auffällig ist, dass die kurzfristig erstellten Notfallkonzepte meistens einen bestimmten Schwerpunkt aufweisen und teilweise wesentliche Aspekte außer Acht lassen.“ Daher sei es wichtig, die Konzepte zu überprüfen und zu ergänzen, z. B. mithilfe einer Retrospektive. Insgesamt versicherten 38 % der Teilnehmenden, ihre Notfallpläne zu überarbeiten – 60 % fühlen sich gut gewappnet für kommende Krisen.

Funk unterstützt Sie gerne bei allen Fragen des Notfall- und Krisenmanagements!

Die vollständige Retrospektive – inklusive Tipps und Handlungsalternativen – können Sie hier kostenlos anfordern:

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15.04.2021

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