Gerüstet für den Krisenfall

Das Coronavirus hat uns gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sind. Werden unwahrscheinliche Szenarien real, sind die Folgen unabsehbar. Wir zeigen drei Schritte, um wirksame Schutzmechanismen für Betriebsunterbrechungen aufzubauen.

Das Risiko einer Betriebsunterbrechung (BU) ist präsenter denn je. Verknappungen an den Rohstoffmärkten, die Corona-Pandemie oder Störungen der Transportrouten – etwa durch die Havarie des Containerschiffs Evergiven im Suezkanal – sind da nur einige aktuelle Beispiele. Für Unternehmen sollte es deshalb ein zentrales Ziel sein, die Transparenz in den Wertschöpfungsketten zu erhöhen. Außerdem gilt es, Maßnahmenkonzepte zu entwickeln, um Unterbrechungen verhindern und möglichst effektiv und effizient auf Schadenereignisse reagieren zu können.

Step 1: Die Risiken kennen

„Die Grundlage für einen wirksamen Schutz ist eine Analyse der Risiken“, sagt Fabian Konopka, Risikomanager bei Funk. Die eigenen Werke sind dabei der Kern vieler Produktionsunternehmen. Trotz großer Sorgfalt kann ein kritischer Schaden nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Anzahl und das Ausmaß der Schadenfälle in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass Versicherer Verträge von Sach- und Ertragsausfall-Versicherungen kritisch prüfen. Sie fordern von Unternehmen höhere Prämien und Selbstbehalte sowie einen verbesserten Brandschutz. Damit verbunden ist oft auch ein steigender Informationsbedarf sowohl bei den Unternehmen selbst, auch bei den Versicherern.

Die Unternehmen möchten ihr spezifisches Ertragsausfall-Risiko quantifizieren, um bedarfsgerechteren Versicherungsschutz einzukaufen und Engpässe im Materialfluss zu identifizieren. Die Versicherer wiederum benötigen zusätzliche Informationen um das Risiko besser bewerten zu können. Funk kann Sie im Rahmen eines Smart BU-Checks dabei unterstützen, die Transparenz über potenzielle Schadenszenarien hinsichtlich Feuer- und Elementargefahren zu verbessern. „Unser Check umfasst eine Analyse der eigenen Werke inklusive Wechselwirkungen zu anderen Standorten“, sagt Fabian Konopka. „Außerdem bewerten wir kritische Zulieferer und Abhängigkeiten von Großabnehmern.“

„Die Grundlage für einen wirksamen Schutz ist eine Analyse der Risiken.“

Fabian Konopka, Risikomanager bei Funk

Step 2: Strategien und Krisenpläne entwerfen

Im nächsten Schritt gilt es, sich mit konkreten Strategien zu befassen, wie Unternehmen auf etwaige Krisen reagieren können. Wer schon einmal eine brenzlige Situation miterlebt hat, weiß um die Tücken. Wo eben noch reguläre Abläufe und Prozesse funktioniert haben, müssen plötzlich unter hohem Druck und unzureichenden Informationen kritische Entscheidungen getroffen werden.

Unternehmen brauchen deshalb klare Strukturen und Leitfäden für Krisen.  Konopka: „Elementar sind eine eindeutige Dokumentation von Verantwortlichkeiten und Alarmierungsmechanismen sowie die Erstellung handlungsorientierter Checklisten, die die handelnden Personen unterstützen.“ So können Unternehmen ihre Mitarbeitenden, Gäste und Sachwerte wirkungsvoll schützen. Und ihren guten Ruf – wenn eine umsichtige Krisenkommunikation gleich mitgeplant wird.

Step 3: Ganzheitlich denken

Erweitern lässt sich dieser Ansatz auf ein ganzheitliches Business Continuity Management (BCM). Das Ziel ist die Widerstandsfähigkeit – auch Resilienz genannt – gegenüber Störungen in den Wertschöpfungsprozessen zu erhöhen. Typische Herausforderungen dabei sind Single Sourcing, also die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten, Engpassanlagen und standortübergreifende Wertschöpfungsprozesse, die zu kritischen Abhängigkeiten führen. „Wir bekommen verstärkt Anfragen zum Thema BCM“, so Risikomanager Konopka. „Zum einen hat die Coronapandemie das Bewusstsein für Krisenmanagement geschärft. Zum anderen verlangen nun einige Hersteller von ihren Lieferanten qualitative Risikokonzepte – um ihre eigene Lieferkette abzusichern.“

Stärken Sie die Resilienz Ihres Unternehmens - mit drei Schritten

 

Step 1: Transparenz über BU-Risiken

  • Unterstützung bei der Zusammenstellung des Projektteams und Erhebung der notwendigen Daten
  • Durchführung von Workshops zur Erstellung von Worst-Case-Szenarien und unter Beachtung von Schadenminderungsoptionen
  • Erstellung eines methodisch und inhaltlich transparenten und aussagekräftigen Projektberichts sowie einer editierbaren Szenario-Kalkulation im Excel-Format

Step 2: Krisenmanagement

  • Coaching beim Aufbau eines Krisenmanagements
  • Bereitstellung von Dokumentenvorlagen und Checklisten
  • Basisschulung von Mitarbeitenden zur eigenständigen Weiterentwicklung des Managementsystems

Step 3: Business-Continuity-Management (BCM)

  • Bedarfsgerechte Konzeption und Erarbeitung eines Projektplans zur erfolgreichen Umsetzung
  • Coaching beim ganzheitlichen Aufbau eines BCM
  • Basisschulung von Mitarbeitenden zur stetigen Aktualisierung des BCM und Ausweitung auf weitere Standorte oder Geschäftsbereiche

19.08.2021

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