„Der Kunde muss stets spüren, dass er uns wichtig ist“

Bernhard Schwanke spricht im Interview über seine heutige Rolle als Geschäftsführer der Funk Holding, über veränderte Kundenbedürfnisse sowie über das Finden kreativer Lösungen.

Zur Person

Bernhard Schwanke, 1977 in Freiburg i. Br. geboren, ist geschäftsführender Gesellschafter der Funk Gruppe sowie Geschäftsführer der Funk Hospital-Versicherungsmakler GmbH. Der Volljurist begann seine Laufbahn bei Funk im Jahr 2005. Herr Schwanke ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Sein besonderes Interesse gilt der Vernetzung deutscher Familienunternehmer: Er organisiert regelmäßige Treffen, die dem persönlichen und dem fachlichen Austausch gewidmet sind.

Lieber Herr Schwanke, Sie sind seit Anfang des Jahres nunmehr auch Geschäftsführer der Funk Holding. Wie hat sich Ihre Tätigkeit seitdem verändert?

Lassen Sie mich mit dem anfangen, was sich nicht geändert hat: Ein enges Verhältnis mit Kunden zu etablieren und zu pflegen, ist weiterhin von zentraler Bedeutung. Die persönliche Bindung zum Kunden, das Vertrauensverhältnis – das will ich festigen und ausbauen. In unserer Branche ist persönliches Vertrauen das Fundament für alles Weitere. Nun zu dem, was sich geändert hat: In meiner neuen Rolle rückt der Teamgedanke deutlich mehr ins Zentrum. Erfolg ist keine One-Man-Show, sondern der Verdienst eines motivierten und gut eingespielten Teams. Ein solch starkes Team will ich führen und mit gutem Beispiel vorangehen. Außerdem ist für mich als Geschäftsführer der Holding das Kundenspektrum deutlich breiter geworden: Unter anderem verantworte ich in der Holding künftig auch die Bereiche Immobilien und Wohnungswirtschaft. Wir haben uns bei Real Estate schon personell erweitert und können noch umfassenderen Service bei der Absicherung von Großbauprojekten und in der Wohnungswirtschaft anbieten. Funk-Spezialitäten wie beispielsweise M&A oder Financial Lines liegen weiterhin bei mir und werden ausgebaut.

 

Sie betonen den Teamgedanken – worauf legen Sie bei Ihren Teammitgliedern wert?

Zentral ist das „Kunden-Gen“. Damit meine ich den absoluten Willen und den Biss, alles für den Kunden möglich machen zu wollen, ihn in das Zentrum unseres Handelns zu stellen und ihn dabei individuell zu betrachten. Wir sind wie ein guter Anwalt und stehen im Lager des Mandanten. Dabei treten wir durchaus kämpferisch gegenüber den Risikoträgern auf. Und selbstverständlich unterscheiden wir in unserer Leistungsbereitschaft nicht zwischen „großen“ und vermeintlich „kleinen“ Kunden. Jeder Kunde soll stets wissen und spüren, dass er uns wichtig ist. Kunden bringen uns im Gegenzug idealerweise einen Vertrauensvorschuss entgegen – diesen wollen wir in unserer täglichen Arbeit immer wieder aufs Neue bestätigen. Wie gut wir wirklich sind, zeigt sich dann spätestens im Schadenfall.

 

Wie halten Sie in Zeiten der Pandemie trotz Social Distancing die Nähe zum Kunden?

Kundennähe lässt sich auf unterschiedliche Weise herstellen. So haben wir die Angebote an Webinaren gleich zu Beginn der Pandemie ganz erheblich ausgebaut. In meinem persönlichen Alltag bedeutet Kundennähe aber auch, einfach mal aus dem Auto oder nach Feierabend anzurufen und so den Kontakt zu halten. Wichtig ist immer das ehrliche Interesse für den Kunden. Was passiert gerade bei Ihnen, was bewegt Sie? Ich will ein offenes Ohr und die Nähe zum Kunden haben, ganz unkompliziert.

 

Können Sie dieses „ehrliche Interesse für den Kunden“ etwas näher ausführen?

Das bedeutet zum einen das Interesse für die Branche des Kunden: Wenn ich ein Unternehmen gut beraten will, dann muss ich ein gewisses Verständnis für den Markt mitbringen. Ich muss mich in die jeweilige Tätigkeit hineindenken und verstehen, wie der Kunde denkt. Und ich muss natürlich die gesetzlichen Regularien kennen. Ebenso wichtig ist das authentische Interesse für den Menschen und für seine unternehmerische Leistung.

 

Haben sich Bedürfnisse und Ansprüche der Kunden während der Pandemie stark verändert?

Ja, die Kundenbedürfnisse haben sich verändert, aber nicht nur durch die Pandemie. Das Thema Versicherung ist infolge von Corona in den Fokus der Top-Verantwortlichen gerückt. Die Ebene der Geschäftsführung stellt Fragen, etwa zur Betriebsschließungsversicherung. In diesem Sommer ist durch die Flutkatastrophe in Deutschland das Thema der Elementarschaden-Versicherung relevant geworden. Auch der schon seit Längerem verhärtete Markt im Sach- und im D&O-Bereich sowie der Rückgang der Zeichnungskapazitäten bei Cyber sind eine Herausforderung. Jedes dieser Themen für sich ist schon schwer genug. Aber in der Gemengelage entsteht eine sehr herausfordernde Situation – für den Kunden und für den Makler. Da ist es nur logisch, dass die Entscheider sich verstärkt für Fragen der generellen Versicherbarkeit und des individuellen Risikotransfers interessieren.

 

Was ist mit den nicht versicherbaren Risiken?

Wir wollen auch gerade für die vermeintlich nicht versicherbaren Risiken Lösungen finden. Mit Funk Risk Consulting haben wir eine eigene Abteilung, die sich u. a. mit denjenigen Risiken unserer Kunden beschäftigt, die bislang als nicht versicherbar galten oder die über klassische Versicherungsprodukte nicht transferierbar sind. Hier spielen z. B. Sensorik, Prävention und Datenanalyse eine wichtige Rolle. Unser Anspruch ist es, mittels alternativer Risikotransferlösungen, sogenannter ART-Modelle, und anderer Märkte unseren Kunden Alternativen zu eröffnen. Dafür arbeiten wir beispielsweise auch mit Netzwerkpartnern zusammen, u. a. mit Finanzinstituten, Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen oder Start-ups.


„Sehen Sie Ihren Betrieb mit einem Risiko konfrontiert, für das Ihnen bislang noch niemand eine Lösung bieten konnte? Dann fordern Sie Funk heraus!“

Alternative Lösungen zu finden ist sicher aufwendig?

Das Thema Innovation wird bei uns großgeschrieben. Wir pflegen unter anderem ein hauseigenes Innovationsnetzwerk. Aber natürlich erfordern alternative Lösungen in jedem Fall immer die höchste Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen, gepaart mit einem hohen Maß an Kreativität. In der Praxis erweist es sich dabei häufig als sinnvoll, eng mit dem Kunden zusammenzuarbeiten. Daher möchte ich an dieser Stelle auch gern alle Unternehmerinnen und Unternehmer dazu aufrufen, uns auf die Probe zu stellen: Fordern Sie Funk heraus! Wenn Sie Ihr Unternehmen mit einem Risiko konfrontiert sehen, für das Ihnen bislang noch niemand eine Lösung aufzeigen konnte, dann suchen Sie gemeinsam mit Funk nach dieser besonderen Lösung!

 

27.10.2021

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