Worauf mittelständische Unternehmen achten sollten.

Der deutsche Mittelstand ist weltweit zuhause, die Mitarbeiter rund um den Globus tätig. Für das Personalmanagement bringt das einige Herausforderungen mit sich. Ein Überblick.

Die Globalisierung ist längst im deutschen Mittelstand angekommen. Viele deutsche Unternehmen sind als „Hidden Champions“ weltweit aufgestellt und  besonders exportstark. Für die Absicherung der Angestellten – und in hohem Maße für die betriebliche Altersversorgung (bAV) – bringt die Internationalisierung besondere Herausforderungen mit sich. Handlungsbedarf besteht insbesondere in vier Feldern:

Bedarfsgerechte Expatriate-Versorgung

Bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland sind Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht zu beachten. Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht muss das Unternehmen insbesondere für die Kosten der Gesundheitsversorgung aufkommen. Hier hat der Arbeitgeber zu prüfen, ob er lokalen Versicherungspflichten und anderen Vorschriften ausreichend nachkommt. Für die bereits bestehende betriebliche Altersvorsorge müssen Lösungen gefunden werden. Soll oder kann die deutsche betriebliche Altersvorsorge nicht fortgeführt werden, so wird der deutsche Arbeitgeber zur Vermeidung der Schlechterstellung Alternativen nutzen. Und nicht zuletzt werden Expatriates immer anspruchsvoller, wenn es um ihre Einbindung und Versorgung vor Ort geht, und wünschen sich bestmögliche Sicherheit.

Zentrale Information über die betriebliche Vorsorge in den Landesgesellschaften

Mit der Internationalisierung geht seitens der expandierenden Unternehmen meist der Wunsch nach Standardisierung und professioneller Abwicklung zentraler HR-Themen einher. Voraussetzung dafür ist eine weltweite Bestandsaufnahme der im Unternehmen vorhandenen Benefits. Diese Inventur sollte auf lokale Expertise zurückgreifen, denn soziale Absicherung und bAV sind regional und  somit in vielen Ländern anders  als hierzulande geregelt. Auf Basis des dabei gewonnen Überblicks über die internationale Benefitstruktur können Optimierungen geprüft und umgesetzt werden.

Leitplanken für die betriebliche Vorsorge

Eine „Benefit Guideline“ regelt das internationale Zusammenspiel. Diese Guideline legt unter anderem fest, wie die Prozesse zwischen Headquarter und lokalen Einheiten harmonisiert werden können oder welche Anforderungen für neu eingeführte Benefits gelten sollen.
Eine gute Guideline lässt genügend Freiraum für die Berücksichtigung der lokalen Besonderheiten und die lokale Ausgestaltung, sichert aber zugleich zentrale Unternehmenswerte wie etwa eine risikooptimierte Ausgestaltung der Benefits ab.

Pooling als ein zentrales Steuerungsinstrument der betrieblichen Vorsorge

Ein bewährter Lösungsansatz, den globalen Anforderungen gerecht zu werden, ist das multinationale Pooling. Dabei werden lokale Gruppenversicherungsverträge zu einer konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst, ohne dass in die lokale Planstruktur eingegriffen wird.
Im Ergebnis kann das Unternehmen wirtschaftlich als Einheit wahrgenommen werden und seine Einkaufsposition optimieren.

 

Pooling im Überblick

(BeVoWewe)

 

Sie möchten mehr wissen? Die Funk-Experten Rainald Meyer und Frank Rebenstorff setzten sich mit einem Beitrag zum Buch bAV 2016 ausführlich mit dem Thema „Die Internationalisierung des Mittelstands – eine Herausforderung für die bAV“ auseinander.

 

20.04.2016

 

 


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