Sprinklerschutz für Unternehmen

28.09.2018 - Gegen die Folgen eines Feuers können sich Unternehmen absichern. Die Anforderungen für den Versicherungsschutz steigen allerdings. Mit Sprinkleranlagen haben Unternehmen gute Voraussetzungen.

Es sollte ein kluger Schachzug sein: Im Flughafen von Miami löst ein Bösewicht die Sprinkleranlage aus, um seinen Verfolger abzuhängen. Innerhalb von Sekunden steht der Flughafen unter Wasser. Doch der Schurke hat nicht mit James Bond gerechnet, der trotz der rutschigen Wege mühelos die Verfolgung aufnimmt und eine Katastrophe verhindert. Filmliebhaber werden enttäuscht sein, aber Szenen wie diese aus „Casino Royal“ gibt es nur in Hollywood. Denn in Wirklichkeit löschen die Sprinkleranlagen nur dort, wo es wirklich brennt. Allein 2016 wurden mehr als 80 Prozent aller Löscherfolge, die beim Bundesverband Technischer Brandschutz gemeldet wurden, durch Sprinkleranlagen mit nur einem oder zwei Sprinklern gelöscht. 

 

Sprinkleranlagen können vor Totalverlust des Gebäudes schützen

Dennoch sind automatische Sprinkleranlagen in Gebäuden, Lagerhallen und Produktionsstätten häufig nicht installiert. „Zu teuer“, „zu kompliziert in der Anbringung“ und „beim Einsatz entsteht ein extremer Wasserschaden“ sind häufig die Argumente gegen eine Sprinkleranlage. Christian Pietsch, Leiter Sach-Versicherungen bei Funk, betont: „Eine Sprinkleranlage kann Unternehmer im Ernstfall aber vor dem möglichen Totalverlust des Gebäudes bewahren. Insbesondere in der holzverarbeitenden Industrie, bei kunststoffverarbeitenden Unternehmen und in der Papier- und Zellstoffindustrie sowie bei Betrieben mit großen und werthaltigen Lagergebäuden ist die Installation eine sinnvolle Investition.“ Wasserschäden können ebenfalls verhindert werden, wie Brandschutzingenieur Tobias Kahlo erläutert: „Die Sprinklerdüsen sind mit temperaturempfindlichen Glasfässchen oder Schmelzloten ausgerüstet, die nur dann ausgelöst werden, wenn eine definierte Temperatur überschritten wird. Die anderen bleiben geschlossen.“ 

 

Löschmaßnahmen beginnen unverzüglich

Sprinkleranlagen erkennen sehr schnell den Brand und beginnen unverzüglich mit den Löschmaßnahmen. So haben sie sich als zuverlässiges Mittel zur Brandbekämpfung in Unternehmen und Industriebetrieben bewährt. Christian Pietsch erzählt: „Schadenstatistiken eines Versicherers zeigen, dass in Betrieben mit einer Sprinkleranlage das Schadenausmaß vier- bis fünfmal geringer ausfällt als in Betrieben ohne Sprinkler.“ 

Die Behörden haben Anforderungen an das Brandschutzkonzept von Unternehmen entwickelt, die das Schadenausmaß begrenzen sollen und für Sicherheit sorgen. Ziel dieser Anforderungen ist in erster Linie der Personenschutz. Betriebsunterbrechungen und Sachwertschutz hingegen spielen dabei nicht immer eine Rolle. Dem Risikoprofil des Unternehmens und insbesondere den Erwartungen der Sachversicherer an das Schutzniveau werden die Vorgaben daher oftmals nicht gerecht. Funk berät Unternehmen hinsichtlich ihres Brandschutzes und ermittelt, inwieweit der Einsatz einer Sprinkleranlage den Versicherungsschutz beeinflussen kann. Brandschutzingenieur Tobias Kahlo erläutert: „Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Brandes hat sich zwar nicht verändert, aber das Schadenausmaß ist heute viel größer als noch vor ein paar Jahren. Da die Schadenbilanzen bei den Versicherern immer höher ausgefallen sind, haben sie ihre Zeichnungsrichtlinie geändert. Heute sind Sprinkleranlagen in Abhängigkeit von der Betriebsart und der Wertintensität oftmals Voraussetzung, um ein Risiko überhaupt zu zeichnen.“


Ihr Ansprechpartner

Christian Pietsch

+49 40 35914-0




Empfehlen