Praxiseinsatz bei der LEONI AG

E-Learning ist auf dem Vormarsch: Rund zwei Drittel der Großunternehmen und etwa die Hälfte aller Mittelständler nutzen E-Learning-Tools in der Praxis, um ihre Mitarbeiter effizienter zu schulen. Das sogenannte mobile Lernen ist dabei weit mehr als ein Trend – es ist eine Entwicklung, die eng mit der zunehmenden Vernetzung und dem „Internet der Dinge“ verbunden ist. Welche Vorteile E-Learning gegenüber der Präsenzschulung bietet, wie Anforderungen an die Lerninhalte in der Praxis umgesetzt werden und welche Rolle das mobile Lernen künftig in Unternehmen spielen wird, lässt sich am Beispiel des Kabelspezialisten LEONI AG verdeutlichen. Funk bietet für Unternehmen eine E-Learning-Plattform „e-learning@Funk“, so dass auch Mittelständler vom mobilen Lernen kostengünstig profitieren können.

Produkthaftung ist ein zentrales Thema der Automotive-Industrie. Daher sind Mitarbeiterschulungen, die das Risikobewusstsein stärken und das richtige Verhalten in diesem Bereich lehren, ein fester Bestandteil des Risikomanagements für diese Branche – auch für den Kabelspezialisten LEONI AG. Mit zunehmendem internationalem Wachstum wurde es für den Funk-Kunden LEONI allerdings immer komplizierter, diese Schulungen flächendeckend umzusetzen, sowohl wegen des logistischen und finanziellen Aufwandes als auch aufgrund von Sprachbarrieren und mangelnder Transparenz im Schulungsumfang.

LEONI hat sich daher im Jahr 2012 entschlossen, ein E-Learning-Tool zu entwickeln, das es Mitarbeitern unternehmensweit ermöglicht, die Inhalte zum Thema Produkthaftung flexibel, effizient sowie zeit- und ortsunabhängig zu erlernen.

 

Entwicklung eines E-Learning-Konzepts zur Produkthaftung

Eigenständiges Lernen steht beim E-Learning an erster Stelle. Daher erfordert die Entwicklung eines solchen Schulungs-Tools sorgfältige Planung in Bezug auf formelle und strukturelle Aspekte und insbesondere in didaktischer Hinsicht:

  • Teilnehmer dürfen nicht mit Wissen überfrachtet werden
  • Inhalte sollen motivieren, neugierig machen
  • Praxisbeispiele, um das theoretische Wissen zu vermitteln
  • Interaktive Inhalte, die die Aufmerksamkeit und Beteiligung des Teilnehmers fordern

Mit dem Lernprogramm e-learning@Funk können Unternehmen ihre Mitarbeiter in den notwendigen Grundlagen der Produkthaftung schulen. Neben der Bereitstellung eines branchenspezifischen, webbasierten Trainingsprogramms bieten Funk-Experten weiterhin Präsenz-Schulungen im Kontext der Produkthaftung. Die Nutzeradministration kann durch Funk erfolgen. Unternehmen können durch das zeit- und ressourcensparende Schulungskonzept kostengünstig Mitarbeiter im Thema Produkthaftung sensibilisieren und erhalten eine Nachweisfähigkeit über qualifizierte Mitarbeiter.

Der Entwicklungsprozess von der Initialisierung bis zum Roll-Out

Am Anfang stand die Bedarfsanalyse, um die grundlegende Aufgabenstellung für das E-Learning-Tool festzulegen: Die Entwicklung eines 120-min-Tools, um das Verständnis der einzelnen Unternehmensbereiche der LEONI AG in Bezug auf Produkthaftung zu fördern. Diese Konzeption wurde im Detail ausgearbeitet und in einem Story Board umgesetzt, dessen Inhalte anschließend in juristischer, struktureller und didaktischer Hinsicht überprüft wurden.

In der Pilotphase wurde eine Beta-Version des Tools durch Test-User auf den tatsächlichen Lernerfolg hin getestet. Parallel zur Produktion der Massenversion wurde der Roll-Out über eine Lernplattform vorbereitet.

Entwicklungsphase des E-Learning-Konzepts

 

E-Learning vs. Präsenzschulung

Vorteile und Schwächen des E-Learning-Produkts

Die Kursteilnehmer, die vom Personalmanagement im System eingegeben werden, erhalten einen Link und eine entsprechende Frist, um die Schulung zu absolvieren. Der Teilnehmer klickt sich durch die einzelnen Kapitel, die jeweils mit einer Übung enden. Nach dem bestandenen Abschlusstest mit zufällig generierten Fragen aus den Kapiteln kann sich der Teilnehmer sein Online-Zertifikat ausdrucken.

Vorteile

  • Transparenz: Die erfolgreiche Teilnahme wird automatisch im System erfasst
  • Zeitliche Flexibilität: Nicht an feste Schulungszeiten/-termine gebunden
  • Personelle Flexibilität: Schulung ist von der Zahl der Teilnehmer unabhängig
  • Kosteneffizient: Langfristig günstiger als Präsenzschulungen, da Reisekosten/Personalkosten entfallen
  • Keine Personalbindung: Kein Schulungsleiter / keine Schulungsvorbereitung erforderlich

Schwächen

  • Unternehmensklima: Soziale Interaktion der Mitarbeiter wird reduziert
  • Feedback: Direktes Nachfragen/Vertiefen eines Themas nicht möglich
  • Motivation: E-Learning erfordert Eigeninitiative
  • Wartungskosten: Neben den einmaligen Implementierungskosten fallen Kosten für Wartung/Updates an 
  • Standardisiert: Die Schulung ist nicht auf individuelle Bedürfnisse von Teilnehmern adaptierbar

01.06.2016

 

Sie möchten mehr wissen?

Nicole Koblischke und Robert F. Steiner (beide LEONI AG) setzen sich in einem Beitrag zum Buch Insurance & Innovation 2016 ausführlicher mit dem Thema „Corporate E-Learning“ auseinander.  Dabei beleuchten sie auch den  Praxiseinsatz eines Funk-Programmes bei LEONI.

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