Klare Kommunikation im Klinikalltag

29.05.2018 - Wenn sich Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten nicht klar absprechen, ist der Patient häufig der Leidtragende. Dabei kann klare Kommunikation lebensbedrohliche Fehler verhindern. Die Funk Stiftung unterstützt ein Projekt, das den Informationsfluss in Kliniken verbessert und Risiken minimiert.

Rund 43 Millionen Schadensfälle ereignen sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich weltweit im Gesundheitswesen. Statistisch gesehen sind davon 23 Millionen auf schlechte Kommunikation zurückzuführen. Anna Wellmann, Risikomanagerin bei Funk Healthcare Consulting, erläutert: „Ein Behandlungsfehler beeinträchtigt den Patienten immer und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Besonders tragisch ist dies, wenn dieser Fehler hätte vermieden werden können.“ 

 

Klare Absprachen verhindern Fehler 

Effiziente Kommunikation auf Augenhöhe scheitert häufig am hektischen Klinikalltag, der von Personalmangel, Fluktuation und Zeitdruck geprägt ist. Wenn Informationen unzureichend weitergegeben oder Anweisungen missachtet werden, kann das die Sicherheit der Patienten gefährden. Eine effiziente und wertschätzende Kommunikation dagegen bringt Qualität für beide Seiten: Mitarbeiter und Patienten.

Dr. Alexander Klein, Geschäftsführer von Funk Healthcare Consulting, sagt: „Nachdem die Prozesse in der Medizin über viele Jahre optimiert wurden, rücken nun endlich auch die Belange der Krankenhausmitarbeiter in den Fokus. Die Funk Stiftung fördert daher ein wissenschaftlich fundiertes Programm, das das Potenzial professioneller Teamkommunikation hebt und vermeidbare Fehler reduziert.“

 

Kommunikationsschulung für Krankenhausmitarbeiter

Mit dem Projekt „Klare Kommunikation im Klinikalltag“ entwickelt die Funk Stiftung gemeinsam mit der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin derzeit ein Schulungskonzept für die Mitarbeiter im Krankenhausbetrieb. Die konkreten Handlungsanweisungen gepaart mit praxisnahen Übungen sollen die Kommunikation im Klinikalltag erleichtern und damit Risiken minimieren. Ziel ist die Verbesserung des Informationsflusses zwischen verschiedenen Berufsgruppen und Hierarchieebenen. Störungen in der Zusammenarbeit sollen so abgebaut und das Betriebsklima angenehmer gestaltet werden.

Grundlage des von der Funk Stiftung geförderten Projektes ist eine Studie, die die beiden beteiligten Hochschulen derzeit erstellen. Prof. Dr. Alexander Redlich von der Universität Hamburg spricht auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der vom 6. bis 8. Juni 2018 in Berlin stattfindet, über den aktuellen Stand.


Ihr Ansprechpartner

Dr. Alexander Klein

+49 30 250092-0



Empfehlen