IT-gestützte Betriebsunterbrechungsanalyse mit Funk

19.11.2015 - Eine reibungslose Logistik ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Das gilt umso mehr, je globaler die Lieferketten sind. Doch wie sichert man sich gegen eine Unterbrechung ab?

Das Herbsthochwasser 2015 hatte es wieder einmal in sich: Es unterspülte vielerorts Eisenbahngleise so stark, dass die Deutsche Bahn wichtige Strecken sperren musste. Eine Katastrophe für den kleinen Kfz-Zulieferbetrieb in Franken, der täglich nichtrostende Stahlbleche aus Skandinavien bezieht und weiterverarbeitet. Bereits nach zwei Tagen waren seine Lager leer und er musste die Produktion stoppen. Wertvolle Zeit verstrich, ehe der Ersatzverkehr organisiert war und die Bleche per Lkw geliefert wurden. Erst nach fünf Tagen konnten die Fertigungsbänder wieder anlaufen. Die Betriebsunterbrechung verursachte einen Schaden in Millionenhöhe.

 

Nicht nur Naturkatastrophen wirken sich immer schmerzlicher auf das produzierende Gewerbe aus. Auch politische Risikofaktoren, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Bedrohungslagen durch Kriminalität und Terror bergen signifikante Gefahren. International tätige Unternehmen verfügen zudem über ein weit verzweigtes Netz von Teilfertigungsprozessen sowie Material-, Produkt-, Daten- und Dienstleistungsströmen. Sie sind deshalb äußerst anfällig für Störungen jeglicher Art.

Ein deutscher Automobilhersteller beispielsweise bezieht Einzelteile wie Schrauben, Bleche, Motoren, Scheiben und Lenkräder bedarfssynchron von verschiedenen Zulieferern aus allen Regionen der Welt. Fällt in der langen Wertschöpfungskette nur ein Glied aus, leidet meist die gesamte Produktion. Wegen der hohen Kapitalbindung lagert gegenwärtig kaum ein Unternehmen noch die Teile, die für die Produktion benötigt werden. Stattdessen setzen die Unternehmen auf eine austarierte Lieferlogistik. Mit weitreichenden Folgen beim Ausbleiben der Ware. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen verkraften keine länger anhaltenden Betriebsunterbrechungen oder gar Stilllegungen. Schon innerhalb kürzester Zeit führen Produktionsausfälle zu existenziellen Umsatzeinbrüchen, Imageschäden und zum Verlust fachlich qualifizierter Mitarbeiter.

Doch alle Unternehmen haben die Chance, Risiken vorab zu identifizieren und Notfallpläne zu entwickeln. So könnten sie für den Krisenfall gerüstet sein.

 

Abhängigkeiten sichtbar machen und effizient nutzen

Funk hat eine IT-gestützte Analyse entwickelt, die Unternehmen binnen weniger Tage Transparenz über ihre Risikopositionen und die ihrer verschiedenen Produktionsstandorte bietet. Darüber hinaus liefert der Software-Einsatz anhand grafischer Darstellung von Fertigungsprozessen sowie Kunden- und Lieferantenverbindungen detaillierte Angaben über die Abhängigkeiten von wichtigen Geschäftspartnern. Mit EVIDENCE, so der Name der Software-Lösung, können hochkomplexe Zusammenhänge zuverlässig analysiert und das Risiko einer Betriebsunterbrechung ermittelt werden. „Wir finden den Sand im Getriebe, der die Lieferkette nachhaltig beeinflusst“, verspricht Hendrik F. Löffler, Geschäftsführer Funk Risk Consulting. Zeitliche und finanzielle Auswirkungen werden sichtbar und zeichnen ein konkretes Bild des drohenden Risikos.

Die flexibel einsetzbare Software bietet aber noch mehr. Sie prüft zum Beispiel auch die Plausibilität bestehender Versicherungen des Unternehmens. Hieraus ergeben sich möglicherweise signifikante Einsparpotenziale.

 

 


Ihr Ansprechpartner

Hendrik Löffler

+49 40 35914-0



Empfehlen