Schweizer Unternehmen mit Handlungsbedarf

Funk Schweiz hat in einer Studie untersucht, wie es die Schweizer Unternehmen mit dem Risikomanagement halten. Ergebnis: Offenbar sind viele Unternehmen noch nicht auf der Höhe eines professionellen Risikomanagements angekommen.

In der Theorie herrscht größtenteils Einigkeit darüber, wie ein effizientes Risikomanagementsystem gestaltet werden sollte. Dennoch unterscheiden sich die Risikomanagementansätze in der Praxis zum Teil deutlich insbesondere hinsichtlich der eingesetzten Methoden und der organisatorischen Gestaltung. Gemäß den eigenen Angaben betreibt ein Großteil der Schweizer Unternehmen Risikomanagement. Doch hält das Risikomanagement tatsächlich, was es in der Theorie verspricht? Und wie müssen Prozesse und Methoden ausgestaltet werden, damit das Risikomanagement ein Unternehmen wirklich voranbringt? Diesen Fragen geht Funk Schweiz in einer aktuellen Studie mit dem Titel: „Risikomanagement – Mehr Aufwand oder mehr Wert?“ nach.

Zu der breit angelegten Umfrage wurden etwa 1.000 Unternehmen aus der deutschsprachigen Schweiz eingeladen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Funk-Studie:

Das Gesamtrisiko ist weitgehend unbekannt

88 Prozent der befragten Unternehmen ermitteln die Gesamtrisikoposition gar nicht oder nur mit unzweckmäßigen Methoden. Beides ist vor allem dann existenzgefährdend, wenn das Gesamtrisiko die Risikotragfähigkeit übersteigt. Umgekehrt könnte ein Unternehmen aufgrund seiner Unkenntnis des Gesamtrisiko zu viel Risikokapital vorhalten, anstatt dieses produktiv einzusetzen.

Die Wichtigkeit von Risikobewältigung wird unterschätzt

Risikobewältigung zielt darauf ab, für die identifizierten und bewerteten Risiken geeignete Maßnahmen zu definieren, diese effizient umzusetzen, ihre Wirksamkeit zu überprüfen und vor dem Hintergrund der gesetzten Ziele zu bewerten. Überraschenderweise erfüllt rund ein Drittel der in der Studie befragten Unternehmen diese Anforderung nicht.

Spezialisierte Software entscheidend für ein erfolgreiches und effizientes Risikomanagement

68 Prozent der befragten Unternehmen unterstützen ihr Risikomanagement mit Microsoft Excel. Nur 19 Prozent der Unternehmen verwenden spezialisierte Softwarelösungen. Excel ist in seiner Ursprungsform ein statisches Tool. Eine dynamische und spezialisierte Risikomanagement-Software kann darüber hinaus den Prozess automatisieren und das Reporting weitgehend vereinfachen. Besonders hilfreich ist dabei eine Software, die mehrere Systeme miteinander verknüpfen kann (zum Beispiel Risikomanagement und Internes Kontrollsystem).

Funk-Experte Max Keller, der die Studie initiierte, kommentiert die Ergebnisse: „Auch wenn viele Unternehmen ihr Risikomanagement auf einem soliden Niveau betreiben, besteht Verbesserungsbedarf. Mit zunehmender Risikokomplexität steigen auch die Anforderungen in diesem Bereich stetig an.“ Die Studie sei dabei nicht nur für Schweizer Unternehmen interessant, sondern auch für deutsche Unternehmen, die Niederlassungen in der Schweiz betreiben, so Keller.

Sie wollen das Thema vertiefen? Lassen Sie sich unsere exklusive Studie "Risikomanagement – Mehr Aufwand oder mehr Wert?" hier als PDF zuschicken.

 

06.05.2016


Ihr Ansprechpartner

Max Keller
+41 58 311 05 51
E-Mail-Kontakt

Empfehlen