• Von Polizzen, Piefkes und Sachertorte

28.08.2017

Als Azubi bei Funk lernt man alle vier bis sechs Wochen eine neue Abteilung kennen. Auch ein Einsatz in einer Niederlassung gehört zum Ausbildungsprogramm dazu. Dass meiner aber außerhalb Deutschlands sein wird, hatte ich nicht erwartet: Ob ich mir nicht vorstellen könne, zu Funk Austria nach Wien zu gehen, wurde ich gefragt. Und wie ich das konnte!

Am 2. Mai bestieg ich das Flugzeug von Hamburg nach Wien. 1,5 Stunden später und 15 Grad wärmer betrat ich österreichischen Boden und fuhr zum Wiener Büro von Funk Austria, das in direkter Nähe zum Stephansdom liegt. Dort wurde ich sehr herzlich empfangen, durch die einzelnen Fachbereiche geführt und lernte die neuen Kollegen kennen. 

Vor Ort habe ich einen umfassenden Einblick in die Bereiche von Funk Austria erhalten. Meine Aufgaben reichten vom Einrichten neuer Verträge über die Überprüfung von „Polizzen“ – wie die Versicherungsscheine in Österreich heißen – bis hin zur Erstellung von Vertragsübersichten internationaler Programme. 

Ich staunte auch nicht schlecht, als auf einmal ein bekanntes Gesicht aus Hamburg vor mir stand. Ein Kollege aus dem Bereich International war mein eintägiger „Roommate“, um mit den Wiener Kollegen bei einigen internationalen Programmen vor Ort zusammenzuarbeiten. So geht länderübergreifende Kooperation.

In einem Meeting mit Kollegen bei Funk Austria schnappte ich mir meist den Gymnastikball, um den Infos zu lauschen.

 

Auch privat unternehmen unsere Wiener Kollegen viel miteinander und so luden sie mich zum „Afterwork“ am Donaukanal ein. Dort treffen sich im Sommer hunderte Menschen von jung bis alt auf ein kühles „Seidl“ oder einfach nur zum Plausch in einer der Beachbars oder zum Baden auf dem Donaubadeschiff. Danach ging es dann weiter ins sogenannte „Bermudadreieck“, in dem aufgrund der enormen Kneipendichte schon so mancher „Piefke“ verloren ging.

Das Wort Piefke ist eine humorvolle, etwas ironische Bezeichnung für die deutschen Nachbarn, wovon sich auch mein dortiger Spitzname, der „Piefkebua“ ableitete. Auch dass man zum Mülleimer „Mistkübel“ sagt, war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Trotz sprachlicher Differenzen fiel mir die Eingewöhnung sehr leicht. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, mich täglich mit den Kollegen über die Unterschiede zwischen dem „Wiener Schmäh“ und dem nordischen Hochdeutsch auszutauschen. So ist ein Kaffee in Wien nicht einfach nur ein Kaffee. Es gibt unzählige Variationen, zum Beispiel eine „Melange“ oder einen „Verlängerten“ und man betont es auch eher wie „Kaffeeeeeee“. 

Ich vor dem Schloss Schönbrunn

 

Wien begeistert aber nicht nur durch seine Kaffeekultur, sondern auch durch die gigantischen und sehr gut erhaltenen Bauten. Da sind zum Beispiel die Hofburg und die kaiserliche Reitschule, die zahlreichen Museen und wunderschön angelegte Parks. Ein absolutes Highlight war der Spaziergang durch den Schlosspark von Schönbrunn, auf dessen riesigem Gelände man bei schönem Wetter unbedingt zur Gloriette hinaufwandern sollte, um dort ein Erfrischungsgetränk bzw. eine Melange oder einfach den einzigartigen Blick über die Wiener Innenstadt zu genießen.

Das Mozartdenkmal im Garten der Hofburg

Nach fünf Wochen stand dann leider schon die Heimreise nach Hamburg bevor. Zum Abschied schenkten mir die Geschäftsführer der Funk Austria noch eine echte Sachertorte aus dem Hause Sacher. Die Offenherzigkeit und das familiäre Miteinander bei Funk Austria waren wirklich außergewöhnlich sowie auch die persönliche Nähe zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung. Ich verließ Wien mit einem lachenden und einem weinenden Auge und würde mich freuen, schon bald wiederzukommen.


Autor des Blogs

Bernhard Steiner




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