• Bei den Regenmachern: Unser Besuch im startupbootcamp London

08.05.2017

InsurTech und FinTech – zwei Buzzwords, die in der Finanz- und Versicherungsbranche derzeit eng mit Start-ups sowie der Digitalisierung von Prozessen und Vertriebskanälen verbunden werden. Auf Einladung der Talanx (bekannt in Deutschland unter der Marke HDI) besuchte eine Funk-Delegation das startupbootcamp in London. Meine Eindrücke dort zeigen: Das persönliche Netzwerk ist der Schlüssel zum Erfolg, auch oder besonders bei Innovationsthemen.

Vom startupbootcamp in London habe ich schon vorher gehört, ist es doch eine der TOP-Adressen für Start-ups in London. Alle drei Monate ziehen dort in den Londoner St. Katharine Docks 10 Start-up-Unternehmen nach einem strengen und kompetitiven Auswahlprozess ein. Für die Sessions des ersten Quartals 2017 haben sich insgesamt mehr als 3.000 Start-ups weltweit beworben. Highlight ist der Demo-Day jeweils im dritten Monat, bei dem die Start-ups ihre Ideen und Konzepte vor Industrievertretern pitchen. Denn nach Ablauf der drei Monate soll die Start-up-Idee mit der Industrie in einem „Proof of Concepts“ zusammen weiter geschärft werden. Die Finanzierung obliegt hier ausschließlich den Industrie-Partnern, Überzeugungsarbeit von den Start-up-Unternehmern ist also notwendig.  

Auf Einladung des Leiters Strategie- und Konzernentwicklung der Talanx AG, Peter Klingspor, flogen Yorck Hillegaart, geschäftsführender Gesellschafter von Funk, sowie mein Kollege Steffen Abel und ich nach London. Nach einer kurzen Taxifahrt ging es in die Nähe der weltbekannten Tower-Bridge zum „Rainmaking Loft“, in dessen Räumlichkeiten sich das startupbootcamp befindet. Wir waren sehr gespannt, wie Regenmacher denn so aussehen.

Zu Besuch in London: Dr. Alexander Skorna (links) und Steffen Abel (Foto: Yorck Hillegaart)

 

Einblick in eine abstrakte Welt – aber auch Start-ups kochen nur mit Wasser   

Besonderen Mehrwert liefern Start-ups meist aufgrund ihrer Technik- und Datenanalyse-Kompetenz, die in Unternehmen der „old economy“ oft fehlt. Das zeigt allerdings auch, dass eine Diskussion neuer Ideen mit möglichst vielen unterschiedlichen Akteuren eine Win-Win-Situation für alle darstellt. Die Maklerperspektive von Funk ist aufgrund der Nähe zum Unternehmenskunden und damit des Bedarfs des Marktes für Versicherer besonders wertvoll. 

Für uns Funkianer besonders erkenntnisreich war der offene Austausch mit den weiteren Innovationsmanagern der Sponsoren des startupbootcamps. Neben der Talanx engagieren sich Player wie Allianz, Ergo, Lloyds of London und Swiss Re. Die Unternehmensberatung PwC berät und coacht die Start-ups vor Ort bei Grundlagen wie Business Cases oder bei diversen Finanzierungsrunden. Start-up Unternehmer sind folglich auch nur Menschen, denen das 1 x 1 des Business erst vermittelt werden muss. Das startupbootcamp ist dabei durchgängig auf die Förderung der Zusammenarbeit unter den zehn dort ansässigen Start- ups sowie mit den Konzern-Sponsoren ausgelegt. Ansatz ist nicht, eine Idee im Geheimen weiterzuspinnen, sondern offen und transparent sukzessive weiterzuentwickeln. Bei jeder neuen Diskussion wird die Idee durch die Integration unterschiedlicher Perspektiven und Akteure immer besser. Auch die Teilung der Ressourcen und Infrastruktur-Investitionen ist ein in der Start-up-Szene verbreiteter Ansatz, mittlerweile modern unter dem Begriff des Coworkings treffend beschrieben. Und als Broker kennen wir die Zusammenarbeit an der Schnittstelle zum Kunden sowie zum Risikoträger bereits seit Jahren. Das Netzwerk wird damit zum Schlüssel, Produkte und Dienstleistungen zukünftig bedarfsgerecht weiterentwickeln zu können. Eine besondere Inspiration dafür sind solche spannenden Eindrücke aus der InsurTech-Szene. Der Besuch hat sich also für Funk gelohnt.


Autor des Blogs

Dr. Alexander Skorna




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