• Neues Risikobewusstsein nach Terroranschlägen

30.06.2016

Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel sind viele Menschen verunsichert. Können wir noch auf große Veranstaltungen wie zum Beispiel einem Fußballspiel gehen und Konzerte besuchen? Wie konkret ist die Gefahr wirklich? Gibt es ein neues Riskobewusstsein? Die Risikoberatung hat sich geändert – ich spüre das bei vielen Kundenterminen.

Bislang gab es keine Terroranschläge in Deutschland. Aber die Wachsamkeit bei den Unternehmen hat sich erhöht, wie Funk-Blogger Dietmar Kalisch bemerkt.

Als Kundenberater betreue ich namhafte Kunden der Immobilienwirtschaft in der Region Berlin. Mein Job bringt viel Abwechslung mit sich, schon allein, weil hier viel gebaut und modernisiert  wird. Doch jüngst änderte sich mein Beratungsalltag auf einen Schlag gravierender als je zuvor: Die  Terroranschläge von Paris im November 2015 und Brüssel im März 2016 haben neue Fragen aufgeworfen – nach der konkreten Möglichkeit  von Anschlägen in Deutschland  und einer erhöhten Gefährdungslage hierzulande.

Mit den Risikoprofilen meiner Kunden bin ich vertraut. Meine Kunden haben meist ein engmaschiges Versicherungsnetz. Schäden durch Terrorereignisse sind jedoch nur selten versichert. Oft wird die Prämie hierfür gespart. „Keine konkrete Gefahr für uns“, bekomme ich oft zu hören. Nach den Anschlägen beurteilen das viele Kunden anders. Ich spreche die Versicherung gegen Terrorgefahren bei meinen Kunden aktiv an.

 

Risikoberatung heißt „Augen öffnen“

Es ist wichtig, dem Kunden umfassend seine spezielle Risikosituation aufzuzeigen. Erst dann kann man mit dem Kunden gemeinsam Lösungen zum Risikotransfer erarbeiten. Das nehme ich ernst. Objektiv erhöhte sich kürzlich die Gefahr von Terroranschlägen. Meine Kunden müssen wissen, wie Sie diesen Risiken begegnen können. Für Terror-Versicherungen gibt es heute eine größere Auswahl von Anbietern als noch vor wenigen Jahren.

Gemeinsam mit meinen Immobilienkunden zu bewerten, welche Objekte versichert werden sollen und welche nicht, ist ungemein interessant. Gleichzeitig kommt es bei der Beratung auf eine objektive Bewertung der Gefahrenlage an. Ich möchte keine Panik schüren, sondern auf möglichst faktenbasierter Grundlage gemeinsam mit dem Kunden herausarbeiten, welche Risiken versichert werden sollen. So zuletzt mit einem großen Finanzdienstleister. Der hatte Schäden durch Terror bislang nicht versichert. Aktuell prüft mein Kunde die von uns eingeholten Angebote zur Terror-Versicherung. Der Firmensitz liegt mitten in der Stadt. Hier merke ich ganz deutlich eine gestiegene Sensibilisierung meines Kunden, der noch vor wenigen Jahren Angebote zur Terror-Versicherung ablehnte.



Dietmar Kalisch



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