• Mein Weg zur Ausbilderin – und warum ein „Frosch“ mein ständiger Begleiter wurde

22.08.2016

In einer Klasse sitzen, Gruppenarbeiten und kleine Wissenstests am Anfang der Stunde absolvieren – ich fühle mich in meine Schulzeit zurückversetzt. In diesem Jahr habe ich den Vorbereitungskurs für die Ausbildereignungsprüfung an der Handelskammer besucht und erzählen von meinem Weg zur Ausbilderin.

Ich habe mich sehr gefreut, als mir Ende letzten Jahres angeboten wurde, mich bei Funk mehr im Bereich Ausbildung zu engagieren. Im Bereich Personalmanagement liegt mein Schwerpunkt in der Personalentwicklung. Durch den erfolgreichen Abschluss der Ausbildereignungsprüfung kann ich meine Kolleginnen zukünftig stärker bei der Ausbildung unserer Funk Azubis und dualen Studenten unterstützen. Die dazu nötigen Grundlagen erwerbe ich im Rahmen des Kurses „Ausbildung der Ausbilder“.

Dass der „Frosch“ die Bibel für uns Ausbilder werden wird, lernen wir gleich in der ersten Stunde. Der dicke grüne Ordner, den wir von der Handelskammer erhalten haben, beinhaltet alle Information, die wir für den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung benötigen – er wird in den nächsten Wochen mein ständiger Begleiter sein.

Eine bunt gemischte Truppe

Meine Klasse ist eine bunt gemischte Truppe: Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Handwerksbetrieben, Hotels, Reinigungsfirmen und Krankenkassen – alles vielfältige und interessante Hintergründe. Es macht Spaß zu hören, wie die Ausbildung in den anderen Unternehmen abläuft und welche Strukturen es dort gibt. Dabei merke ich, welchen Vorteil es hat, in einem mittelständischen Unternehmen wie Funk zu arbeiten: Unsere Ressourcen ermöglichen es uns, unsere Auszubildenden und dualen Studenten umfassend zu unterstützen und ihnen einen tollen Start bei Funk zu ermöglichen.

Ein großer Teil der Weiterbildung beschäftigt sich mit dem Thema Lernen: Lernbereiche, Entwicklung von Arbeitsaufgaben und die Schaffung von lernförderlichen Bedingungen. Ich erfahre, dass mein Führungsverhalten eher kooperativ ist und ich ein visueller Lerntyp bin.

Bewerbungsinterviews werden in Rollenspielen nachgestellt

Der Kurs findet ein- bis zweimal wöchentlich in den Abendstunden statt. Eine Gruppenarbeit bietet nach einem langen Arbeitstag eine tolle Abwechslung. In Rollenspielen werden Bewerbungsinterviews oder Feedbackgespräche mit den Auszubildenden nachgestellt und im Nachhinein vom Plenum beurteilt. Dies hilft mir sehr, mich praktisch auf diese – manchmal auch schwierigen Situationen – vorzubereiten, die auf mich zukommen werden.

Funk Bloggerin Stephanie Schröder mit dem "Frosch" Foto: Kristina Klinkforth

Abgeschlossen wird die „Ausbildung der Ausbilder“ mit einem dreistündigen Multiple-Choice-Test und einer praktischen Prüfung. In Form eines Rollenspiels präsentiere ich eine Ausbildungseinheit vor den Prüfern, bei der ich einem Auszubildenden wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Beruf beibringe.

Vor den anderen Ausbildern in meinem Kurs habe ich die Möglichkeit, die praktische Prüfung zu üben. In meiner Ausbildungseinheit erkläre ich meinem  Auszubildenden, wie man eine Personalakte anlegt. Mit Hilfe einer Pinnwand und einem kleinen Quiz soll der Azubi selbst erarbeiten, an welche Stelle der Akte die verschiedenen Personaldokumente eingeordnet werden. Dass ein Vertrag dem Bereich „Arbeitsverhältnis“ zugeordnet wird, ist logisch. Aber was gehört neben dem Personalbogen unter den Abschnitt „Stammdaten“? Da ich die Anlage einer Personalakte neuen Kolleginnen bereits diverse Male gezeigt habe, sollte die Aufgabe eigentlich kein Problem sein, denke ich. Die Herausforderung bei der Prüfung ist allerdings, dem Auszubildenden offene Fragen zu stellen und als Ausbilder nicht zu viel zu reden.

So wird es eine ziemlich aufregende  Generalprobe, die aber auch sehr  lehrreich ist und mir am Ende das gute Gefühl gibt, es geschafft zu haben.

Die Tipps der Dozentin und der anderen Teilnehmer haben mir sehr bei meiner praktischen Prüfung geholfen und ich schaue schon jetzt sehr viel entspannter auf den Tag, an dem ich eine Ausbildungseinheit mit einem „echten“ Auszubildenden bei Funk durchführe.



Stephanie Schröder



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