• Vom Bürostuhl aufs Sonnendeck

08.12.2016

Mit den Kollegen das Wochenende verbringen? Aber gerne doch! Einmal im Jahr fahre ich mit meinen Kollegen über das Wochenende weg. Wo es dieses Jahr hinging, verrate ich in meinem Blogbeitrag.

Eines der letzten architektonischen Werke des Künstlers Hundertwasser: die Grüne Zitadelle


Jedes Jahr Anfang September lassen meine Kollegen aus der Kundenberatung in Berlin und ich am frühen Freitagnachmittag den Stift fallen und packen unsere Sachen für die jährliche Kundenberater-Fahrt. 2009 aus einer Laune heraus erstmalig durchgeführt, ist sie mittlerweile ein Fixtermin in unseren Kalendern.

Die Regeln dabei: Eine Übernachtung und ein Reiseziel, maximal zwei Stunden Fahrzeit entfernt. Besonders schön finde ich: Neue Mitarbeiter, die ihren Job bei uns noch gar nicht angetreten haben, werden mit eingeladen und nutzen in der Regel auch die Gelegenheit, die künftigen Kollegen außerhalb der Arbeitsatmosphäre kennenzulernen.

In der Innenstadt befindet sich der Alte Markt mit dem „Magdeburger Reiter“.

Dieses Jahr war die Auswahl des Ziels schon eine kleine Herausforderung. Immerhin mussten wir ein Hotel mit ausreichend Zimmern finden. Doch unsere hoch routinierten Organisatoren präsentierten uns schnell das Ziel: Magdeburg.

Magdeburg? Für uns Berliner eher langweilige Provinz als spannendes Ausflugsziel – dachten wir. Wir sollten eines Besseren belehrt werden. Die Septembersonne milderte unsere anfängliche Skepsis schon etwas. Den Freitagabend konnten wir unter freiem Himmel verbringen. Sowohl in der Trattoria als auch beim Abendausklang am Hasselbachplatz fanden wir noch Platz im Freien. Und während wir dort in der (sehr schönen!) Altstadt saßen, fiel uns auf, dass Magdeburg so langweilig nicht sein kann. Denn viele Studenten und junge Magdeburger drängten sich durch die Gassen. Da musste die Stadt doch sicher etwas zu bieten haben.

Der Magdeburger Dom ist eine der größten Kirchenbauten Deutschlands

Was genau, erfuhren wir am nächsten Tag. Der Samstag begann traditionell mit einem späten Frühstück im Hotel. Ohne Stress machten wir dann zur Mittagszeit eine Stadtführung: Im Sightseeing-Bus auf dem Sonnendeck sahen wir so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten Magdeburgs – vom Dom über die Grüne Zitadelle bis hin zur Johanniskirche. Wussten Sie, dass Magdeburg die zweitgrünste Stadt Deutschlands ist? 

Teil zwei der Stadtführung fand zu Wasser statt. Von der Elbe aus betrachteten wir Magdeburg nochmal aus ganz neuen Perspektiven.

Unsere einhellige Meinung als es am Nachmittag wieder heimwärts ging: Magdeburg wird definitiv unterschätzt. Wir Berliner waren begeistert! Und sind gespannt, wo es nächstes Jahr hingehen wird. Man unterschätzt andere Städte ja gerne mal.


Autor des Blogs

Dietmar Kalisch





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