• Wie Leistungssport den Beruf bereichert – und andersherum

26.08.2021

2018 habe ich bei Funk in Berlin als Teamleiterin im Bereich Pension Administration angefangen. 2019 lief ich dann meine ersten Deutschen Meisterschaften im Ultramarathon über 50 Kilometer.

Wenn mich Leute fragen, wie es dazu kam, fällt es mir schwer, eine explizite Antwort zu geben. Sport war zwar schon immer ein Teil meines Lebens, jedoch vornehmlich nebenbei und weit entfernt vom Leistungssport. Nachdem ich mich in der Kindheit und Jugend beim Reiten und im Fitnessstudio ausprobierte, entdeckte ich das Joggen für mich: praktisch, da überall durchführbar, an der frischen Luft und gut mit der Familie zu vereinbaren. Die Vorteile überzeugten mich, an einen Marathon war allerdings viele Jahre nicht zu denken. Der Berlin-Marathon war dann eines Tages allerdings doch verlockend – und die Teilnahme kam schneller als gedacht. 

Eine Bekannte sprach mich in 2017 und 2018 mehrfach an, ob ich nicht mit einem Trainer zusammenarbeiten möchte. Ich ließ mich überzeugen, lernte meinen damaligen Trainer kennen und brauchte innerhalb eines Jahres für die Marathonstrecke nur noch drei Stunden. Ende 2018 lockte mein Trainer mich mit den im März 2019 nahe Berlin stattfindenden Deutschen Meisterschaften. Hier bestand auch die Möglichkeit, sich für die Weltmeisterschaften im Ultramarathon über 50 Kilometer zu qualifizieren. Ein dritter Platz in der Einzelwertung und der Sieg mit der Mannschaft in Deutschland brachten nicht nur Grund zur Freude, sondern auch das Ticket zu den Weltmeisterschaften in Rumänien. Hier wurde es dann der vierte Platz im Team. Eine Saison, mit der ich nie gerechnet hätte und die mir unheimlich viel Freude bereitet hat. 

Ein besonderer Moment: Malin Pfäffle (4. v.l.) im Deutschland-Trikot bei der WM 2019 in Rumänien. Das Frauenteam holte über 50 Kilometer den vierten Platz, die Männer Silber.


Seitdem drückt die Coronapandemie leider sehr abrupt, aber dafür nachhaltig auf die Bremse. Nichtsdestotrotz bin ich sehr bemüht, die fehlenden Wettkämpfe auszugleichen, motiviert zu bleiben und mich an meinen Trainingsplan zu halten. Natürlich gibt es auch mal Tage, an denen es schwer ist, sich aufzuraffen oder wo ich morgens einfach nur müde bin. Letztlich ist Leistungssport kein Gesundheitssport. Umso wichtiger ist es, auf seinen Körper zu hören und normale Müdigkeit von Verletzungs- oder Krankheitssymptomen unterscheiden zu können. 

Die erste Einheit des Tages beginnt für mich meist um 6 Uhr, die zweite dann gegen Abend. Eine bunte Mischung aus Krafttraining, Yoga und vor allem Läufen füllt die Pläne. Oft habe ich auch den Arbeitsweg zu Funk als Training genutzt – Kombinieren im Alltag spart eben Zeit.

Malin Pfäffle beim Zieleinlauf ins Berliner Olympiastadion. Beim Stadtlauf S25 sicherte sie sich im Mai 2019 über 25 Kilometer den ersten Platz.


Denn da ist ja natürlich auch noch der Job. Es war nie eine Option, mich Vollzeit auf das Laufen zu konzentrieren. Zum einen ist es nicht finanzierbar, zum anderen arbeite ich wirklich sehr gern bei Funk und mit meinen Kolleginnen und Kollegen hier. Dabei prägen viele Eigenschaften, die mich im Sport vorangetrieben haben, auch mein Arbeitsleben enorm und andersherum. Konzentration, Struktur, Disziplin, Fokus und Priorisierung sind nur einige Punkte, die mir sowohl beim Laufen als auch bei Funk den Alltag erleichtern und mich effizient vorgehen lassen – quasi eine Win-win-Situation! 

Das Home-Office und die Gleitzeit, die Funk mir bietet, verschaffen mir dabei einen Spielraum, der die Umsetzung des Trainings definitiv enorm erleichtert. Gleichzeitig habe ich so auch mehr Zeit, meine beiden Töchter zu betreuen und zu bespaßen, die in meinem Leben eine besonders große Rolle einnehmen.

Oft werde ich gefragt, wie ich das alles schaffe. Mein Alltag als Kombination aus Leistungssport, Familienleben und Karriere macht mir enorm Spaß und ich verfolge meine Ziele mit Freude. Und das tue ich in sportlicher Hinsicht noch genau so lange, wie meine Leidenschaft dafür brennt. Bis dahin freue ich mich auf alles, was da noch so kommen mag.


Malin Pfäffle



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