• Unser Jahr im Funk Talent Programm

06.02.2020

Erstmals fand 2019 das Funk Talent Programm statt. Elf Kolleginnen und Kollegen stellten sich der Herausforderung: Sie probierten neue Methoden aus und entwickelten Geschäftsmodelle für Funk.

Elf Kolleginnen und Kollegen stellten sich der Herausforderung: Sie probierten neue Methoden aus und entwickelten Geschäftsmodelle für Funk. Im Karriere-Blog fassen Alexandra Köttgen und Frederik Eggers das Jahr zusammen.

Alles begann mit einer Einladung unter der Überschrift: „Zeigen Sie uns, was in Ihnen steckt!“ Unter dem Motto „Digitale Transformation und Kundenzentrierung des eigenen Geschäftsmodells“ wurden im Oktober 2018 elf Mitarbeiter zur Teilnahme am Programm unter Leitung von Prof. Dr. Florian Elert (HSBA) eingeladen. Ziel des Programms war die praxisorientierte Vermittlung neuer Managementansätze und -techniken.

Nach erfolgreich absolviertem Programm: die Funk Talente mit der Funk GF / GL sowie mit Prof. Elert (erste Reihe, 3. v. l.).

Nach der ersten Interessensbekundung ging es ganz schnell: Motivationsschreiben einreichen, Zeitplan abstecken und plötzlich fanden wir uns dann auch schon im Kick-Off-Meeting wieder. Im Zentrum standen das Kennenlernen der anderen Teilnehmer sowie eine kurze Besprechung des Ablaufs und der Ziele des Programms. Prof. Elert erläuterte, welche Themen vermittelt werden sollten, darunter Ansätze des agilen Arbeitens wie „Design Thinking“ oder „Minimum Viable Product“. Außerdem ging es um Ansätze zur Analyse der Geschäftstätigkeit mittels Geschäftsmodellkonzepten, etwa das sogenannte „Business Model Canvas“. Nachdem Prof. Elert diese Begriffe in den Raum gestellt hatte,  blickte er zunächst in überwiegend ratlose Gesichter. Zum Glück sollte sich das im Verlauf des Programms ändern und die neuen Inhalte wurden uns vertraut, so dass wir mit den Methoden arbeiten konnten.


Am Ende des Tages standen zwei Teams fest und es wurde intensiv diskutiert, mit welchen Geschäftsfeldern sich die beiden Gruppen nun ein Jahr lang beschäftigen wollen. Eine Gruppe entschied sich für „Filialisten“. Unser Team konnte sich für die „Inhouse Broker“ begeistern, da wir diese Kundengruppe aus eigener Erfahrung im täglichen Geschäft als äußerst anspruchsvoll und interessant kennengelernt haben.

 

Analyse des eigenen Geschäftsmodells

In der ersten Projektphase stand die Analyse des eigenen Geschäftsmodells im Mittelpunkt. Unter Verwendung des Business Model Canvas haben sich beide Gruppen unabhängig voneinander intensiv mit dem Funk-Geschäftsmodell auseinandergesetzt. Im zweiten Schritt wurde dann eine Analyse der Kundenanforderungen im Abgleich mit unserem Geschäftsmodell erstellt. Eine SWOT-Analyse (SWOT steht für Stärken – Schwächen – Chancen – Risiken) rundete die Untersuchungen ab. Die Ergebnisse aus der Analyse präsentierten beide Teams in Berlin unter anderem Claudius Jochheim (Funk-Geschäftsführung) sowie Wolfram Nieradzik (Funk-Geschäftsleitung). Im Anschluss an die Präsentation stellten sich vier Start-up-Unternehmen vor, die in ganz unterschiedlichen Themenfeldern mit dem Schwerpunkt Digitalisierung aktiv sind. Alle Start-ups hatten einen direkten oder zumindest indirekten Bezug zur Versicherungswirtschaft. Ihre Geschäftsmodelle reichten von Kryptologie über die Nutzung Künstlicher Intelligenz oder des Internet of Things bis hin zu neuen innovativen Ansätzen des Cargotracking. Für uns waren die völlig unterschiedlichen Ansätze zur Nutzung neuer Technologien in dieser unmittelbaren Nähe zur eigenen Tätigkeit sehr spannend.


Am Nachmittag konnten wir dann noch bei Axel Springer HY weitere Einblicke in die Start-up-Szene gewinnen: Axel Springer HY investiert in erfolgversprechende Start-ups und unterstützt andere Unternehmen bei der digitalen Transformation. Der Tag endete mit einer kurzen Vorstellung der Aufgabe für die zweite Phase, in der wir uns intensiv mit der Start-up-Szene beschäftigen sollten. Dabei haben wir neben den nationalen und internationalen Start-ups auch einen genaueren Blick auf die Aktivitäten unserer Wettbewerber geworfen.

 

Zusammenarbeit mit Start-ups

Im Rahmen der zweiten Präsentation sollte schließlich gezeigt werden, wie wir durch die Zusammenarbeit mit Start-ups Synergieeffekte generieren, Prozesse und Abläufe optimieren oder Funk für unsere Kunden noch attraktiver machen können. Hierzu haben wir beispielhaft einige Start-ups ausgewählt, die unserer Auffassung nach vielversprechende Ansätze liefern könnten. Die von uns vorgestellten Unternehmen kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Eines befasst sich mit Datentracking zur Schadenprävention, ein zweites stattet Unternehmen mit einer Software aus, die laufende Prozesse auf Unregelmäßigkeiten hin überwacht, das dritte Start-up arbeitet zur automatisierten Erfassung und Auswertung von Verträgen mit künstlicher Intelligenz. Am interessantesten waren hierbei gar nicht die einzelnen Start-ups und deren Ideen, sondern vielmehr die Bestätigung bzw. Erkenntnis, dass der Markt sich im Umbruch befindet und die Zusammenarbeit und Kooperation in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.


Auch die Ergebnisse dieser Projektphase wurden wieder in großer Runde – dieses Mal allerdings in Hamburg – Mitgliedern der Geschäftsführung und -leitung vorgestellt. Nach den Vorträgen vermittelte Prof. Elert uns einen Einblick in die Themenfelder Predictive Analytics, Blockchain, Plattformen und IoT. Dies war auch gleichzeitig der Startschuss für die dritte Phase, in der wir uns vertieft mit diesen Technologien und Techniken auseinandergesetzt haben.

 

Neue Technologien im Fokus

Im Fokus dieser Phase standen neben diesen neuen Technologien die versicherungstechnischen Herausforderungen, welche sich aus der Transformation herkömmlicher Geschäftsmodelle hin zu Plattformlösungen ergeben. Ein Team beschäftigte sich mit der Frage, welche Änderungen es am bisherigen Geschäftsmodell geben wird, wenn Funk selber zur Plattform würde. Die andere Gruppe befasste sich mit den notwendigen Änderungen, wenn Funk-Kunden die Plattform sind. Auch hier erfolgte die Vorstellung der Ergebnisse wieder in großer Runde in Hamburg.


Anschließend ging es auch schon an die vierte und letzte Projektphase. Aufgabe war hier die Weiterentwicklung des Funk-Geschäftsmodells anhand von Geschäftsmodellinnovationen, wie zum Beispiel der St. Gallen Business Modell Navigator oder Design Thinking – immer  bezogen auf das jeweils ausgewählte Geschäftsfeld. Wir beschäftigten uns intensiv mit dem zukunftsgerichteten Ausbau der Akquisition von Inhouse Brokern und befassten uns dabei eingehend mit den Besonderheiten dieser Kundengruppe. Das andere Team konnte sogar ein Start-up vorstellen, welches mit einfachsten Mitteln viele der Probleme für Filialisten bereits jetzt lösen kann.


Alles in allem kann man festhalten: Wir haben zwar viel gearbeitet, gleichzeitig haben wir aber auch viel mitgenommen und tolle Kollegen getroffen, mit denen man anders eventuell nicht in Kontakt gekommen wäre. Wir haben das Unternehmen von einer ganz anderen Seite betrachten können. Und wir haben viel Neues gelernt, das auch im Berufsalltag durchaus von Nutzen sein kann. Last but not least haben wir neben den vielen Extrastunden auch einige schöne Abende bei einem oder zwei Gläsern Wein mit den Mitstreitern verbracht!


Blog Autoren

Frederik Eggers


Alexandra Köttgen



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